Sonntag, 18. Februar 2007
fasten, worauf man sowieso schon verzichtet
estomihi, letzter sonntag vor der passionszeit. wieder die frage nach fasten und der vorbereitung auf ostern zu. in diesem jahr meine ich: gibt es nicht schon dinge, auf die man sowieso schon verzichten „muss“? vielleicht ist diese vorbereitungszeit eine einladung dazu, diese dinge wahrzunehmen und einmal nicht grimmig und verbittert zu werden, sondern aktiv ja dazu zu sagen. man kann dann zu gott sagen: „sieh mal, dies und dies ist mir nicht geglückt, ich bin nicht zu dem gekommen, was ich mir so gewünscht habe. das ist eine gelegenheit, dir diesen verzicht zu schenken. und einmal zu vertrauen, dass alles nötige mir gegeben und geschenkt wird.“

so kann vielleicht aus einem „geht ja nicht anders“, aus einem äusseren zwang, ein bewusstes „mit dieser lücke, mit diesem verzicht will ich leben“ werden. man kann vielleicht lernen, dass man nicht etwas bestimmtes brauchen „muss“. was für eine freiheit kann so gewonnen werden!

zugegeben: solches fasten hört sich komplizierter an, als sich vorzunehmen, sieben wochen ohne genussmittel zu leben. aber man ahnt hierbei, dass diese übung einen noch lange begleiten wird. warum nicht in dieser fastenzeit 07 damit beginnen?

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