Mittwoch, 25. April 2007
internalisierte überzeugungen zu falschen zeiten
beisasse, 08:47h
gestern beobachtete ich an mir, dass ich mich darüber freute, wie mir geglückt ist, freundlich auf anstrengende erwartungen reagiert zu haben. allerdings liess ich das sich-freuen, letztlich so eine art „stolz auf sich sein“ gar nicht richtig zu. denn der gedanke trat auf: „dass dir das geglückt ist, darfst du dir nicht selber zuschreiben! das hast du der gnade zu verdanken!“ und bekam ein schlechtes gewissen. - letztlich wies ich dieses schlechte gewissen wieder ab. warum nicht froh sein, wenn eine situation gemeistert wurde? warum nicht klar erkennen, wieweit man selber handeln kann, „etwas schaffen kann“, und wo nicht mehr. wie hinderlich doch internalisierte überzeugungen zu falschen zeiten für die vertiefung geistlicher praxis sein kann! - ist das nachvollziehbar?
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