Montag, 23. April 2007
lesen und leben
wohlmeinende nette menschen haben mir letzten montag, gleich zum erscheinungstag, das „neue jesusbuch“ (von joseph ratzinger/benedikt xvi.) geschenkt. jetzt brauchen mich also keine rezensionen darüber mehr interessieren, sondern ich kann es gleich selber lesen. (zu „rezension“: derzeit blättere ich auch mal in kindlers literatur-lexikon: diese über zwanzig bände sind bücher, die von büchern handeln. warum gibt es in der welt so viele bücher über bücher?)

zum (selber-)lesen: da habe ich seit einiger zeit den eindruck, dass ich nicht mehr so aufmerksam lese wie früher. ich bin nicht mehr uneingeschränkt bereit, fremde inhalte so zu speichern, wie es für sie angemessen ist. ich lese „einfach so“, und es kann passieren, dass, wenn ich die seite umgeblättert habe, schon vergessen ist, was gesagt wurde. „was für mich wichtig ist, wird sich mir schon einprägen.“, so hoffe ich. in diesem zusammenhang interessiert mich, was wir wirklich wissen, wenn wir solche speichermedien wie buch oder computer oder internet nicht hätten. was wissen wir wirklich? was von all dem, was wir lesen, wird zu unserer eigenen erfahrung? was von all dem, was uns an „ideen“ vermittelt wird, gewinnt in unserem leben anfassbare gestalt?

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