Donnerstag, 12. April 2007
üben
am ostermontag sind v. und a. ihren je eigenen nächsten schritt gegangen. da wir uns in dieser woche so was wie urlaub gönnen, tritt noch nicht zutage, was das für das normale alltägliche leben im ansverus-haus bedeutet, wenn wir in der geistlichen hausgemeinschaft nur noch zu zweit sind. wir werden sehen.

in den wochen vor ostern ist mir deutlich geworden, wie wichtig es ist, sich umfür sich selbst zu sorgen. es gibt keine sicherheiten aussen. und innen gibt es auch keine sicherheiten ausser der zufluchtnahme zu christus. in der vergangenheit gibt es keine sicherheiten, in der zukunft gibt es keine sicherheiten. nur in dem, was jetzt ist, ist einem einiger spielraum gegeben, um zu erfahren, dass man angekommen ist, dass man zu hause ist, dass alles schon an seinem geeigneten ort ist.

und diese erfahrung übt man ein durch gehen üben, sitzen üben, psalmodieren üben, abwaschen üben – überhaupt einfach indem man immer übt, immer wach und aufmerksam bei der sache zu sein, die man gerade tut.

von gathas, verse, die deine aufmerksamkeit aufrufen, habe ich ja schon einmal gesprochen. in den „heiligen drei tagen“ hatte ich zu meiner überraschung auch zeit für mich selbst, und so konnte ich gehen üben und mich bei meinen schritten von folgenden versen begleiten lassen:
    i have arrived.
    i am home.
    in the here.
    in the now.
das ist keine blosse idee, das hat nichts damit zu tun, sich etwas einzureden. es ist eine einsicht in diesen worten. wo hat der mensch sonst ein beschütztes zuhause als im gegenwärtigen, in dem, was jetzt schon ist?

eine andere wunderbare gatha, die mit unserem alltag viel zu tun hat ist:
    Washing the dishes is like bathing a baby Buddha.
    The profane is the sacred.
    Everyday mind is Buddha’s mind.

    [Thich Nhat Hanh and the Monks and Nuns of Plum Village, Chanting from the heart, Parallax Press, p. 36.]

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