Mittwoch, 21. Februar 2007
johannespassion (1)
beisasse, 22:41h
von pärts passio zu sankt bachs johannespassion: den ersten teil hab ich gestern wieder gehört und nachher gedacht: oft meinen wir von kunst, dass sie uns etwas näher bringt – und wieviel mehr geschieht das durch musik. und doch kann ein „gegenstand“ der kunst auch erst einmal einen abstand schaffen: vielleicht, damit man „besser“ sehen kann.
und vielleicht gehört zum sehen oder hören und wahrnehmen von kunst nicht nur die konfrontation mit dem werk „von angesicht zu angesicht“, sondern auch der weg dahin. folgendes photo zeigt es doch gut: im hintergrund ist grünewalds bild, der grund, weswegen die leute nach colmar fahren. aber man muss sich noch auf einen weg dorthin machen, an den anderen bildern vorbei:

ein zweiter gedanke: was mir beim eingangschor der johannespassion nachgegangen ist, ist dass jesus selbst angesprochen wird: „zeig uns durch deine passion, dass du ... zu aller zeit auch in der grössten niedrigkeit verherrlicht worden bist.“ - niemand besseres könnten wir bitten, uns den weg des kreuzes zu zeigen, als den, der diesen weg selbst gegangen ist. wir können filme machen oder passionsoratorien schreiben oder kreuzwege gestalten, aber „richtig“ sehen und hören lassen kann uns nur der, von dem unsere geschichten erzählen wollen.
wie kann uns jesus dieses jahr, seinen weg „sehen lassen“? wo zeigt er uns dieses jahr diesen weg?
„herr, unser herrscher“, der eingangschor der johannespassion bei youtube.com mit suzuki am pult.
Herr, unser Herrscher,
dessen Ruhm in allen Landen herrlich ist!
Zeig uns durch deine Passion,
dass du, der wahre Gottessohn,
zu aller Zeit,
auch in der grössten Niedrigkeit,
verherrlicht worden bist!
[eine fussnote zu nähe und abstand bei „kunstdingen“ im ersten absatz: diese gedanken beziehen sich darauf, dass ich beim schauen von mel gibsons passionsfilm nicht überzeugt war. film an sich will meistens die illusion erzeugen, die „realität“ zu zeigen. das heisst, er tut so als ob er den abstand überspringen könnte. und das funktioniert einfach nicht. ein medium, eine form sollte sich seiner beschränkung bewusst sein und dies offen darlegen. bei einer passionsmusik ist das hingegen klar: es gibt hier einen abstand.]
und vielleicht gehört zum sehen oder hören und wahrnehmen von kunst nicht nur die konfrontation mit dem werk „von angesicht zu angesicht“, sondern auch der weg dahin. folgendes photo zeigt es doch gut: im hintergrund ist grünewalds bild, der grund, weswegen die leute nach colmar fahren. aber man muss sich noch auf einen weg dorthin machen, an den anderen bildern vorbei:

ein zweiter gedanke: was mir beim eingangschor der johannespassion nachgegangen ist, ist dass jesus selbst angesprochen wird: „zeig uns durch deine passion, dass du ... zu aller zeit auch in der grössten niedrigkeit verherrlicht worden bist.“ - niemand besseres könnten wir bitten, uns den weg des kreuzes zu zeigen, als den, der diesen weg selbst gegangen ist. wir können filme machen oder passionsoratorien schreiben oder kreuzwege gestalten, aber „richtig“ sehen und hören lassen kann uns nur der, von dem unsere geschichten erzählen wollen.
wie kann uns jesus dieses jahr, seinen weg „sehen lassen“? wo zeigt er uns dieses jahr diesen weg?
„herr, unser herrscher“, der eingangschor der johannespassion bei youtube.com mit suzuki am pult.
Herr, unser Herrscher,
dessen Ruhm in allen Landen herrlich ist!
Zeig uns durch deine Passion,
dass du, der wahre Gottessohn,
zu aller Zeit,
auch in der grössten Niedrigkeit,
verherrlicht worden bist!
[eine fussnote zu nähe und abstand bei „kunstdingen“ im ersten absatz: diese gedanken beziehen sich darauf, dass ich beim schauen von mel gibsons passionsfilm nicht überzeugt war. film an sich will meistens die illusion erzeugen, die „realität“ zu zeigen. das heisst, er tut so als ob er den abstand überspringen könnte. und das funktioniert einfach nicht. ein medium, eine form sollte sich seiner beschränkung bewusst sein und dies offen darlegen. bei einer passionsmusik ist das hingegen klar: es gibt hier einen abstand.]
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